Hintergrund

Was hinter dieser WebApp steckt

In dieser Rubrik Hintergrund wollen wir Ihnen kurz skizzieren, was hinter unserem Ansatz steckt. Vor allem natürlich das Persönlichkeitsmodell Enneagramm, das wir um das Konzept des Rollen-Trapezes erweitert haben.
Abgerundet wird diese Rubrik durch einen kurzen Rundumblick über das gesamte Angebot dieser WebApp: Er soll zeigen, welche Möglichkeiten Sie damit haben, Ihrem Muster auf die Spur zu kommen – denn das ist manchmal gar nicht so einfach. Vielleicht ist ja unser interaktiver Selbsttest ein erster Schritt?
Eine Bemerkung am Rande: In dieser WebApp sind die „handelnden Personen“, also die der einzelnen Muster, im Wechsel weiblich und männlich.

Ein Wort vorweg

Diese WebApp basiert auf unserem Buch Karriere machen und trotzdem gut leben"Karriere machen und trotzdem gut leben". Und genauso wie darin liegt auch hier der Fokus auf dem Berufsleben.
Gut leben – das will jeder. Karriere machen, im Job vorankommen und erfolgreich führen aber auch. Alles unter einen Hut zu bekommen, wird immer schwerer. Und es gibt schon gar kein allgemeingültiges Rezept dafür.
Was es aber gibt, sind individuelle Strategien für Ihr Persönlichkeitsmuster. So motiviert den einen das Streben nach Erfolg, andere haben den Anspruch, ihren Job perfekt zu machen, wieder andere stehen den „von oben“ immer wieder angeschobenen Veränderungen eher skeptisch gegenüber. 
Das sind drei Beispiele von insgesamt neun Mustern. Denn wir alle sind individuelle Persönlichkeiten, und doch lassen sich für alle Menschen geltende grundlegende Verhaltensmuster identifizieren.

Typologien und unser Fokus: das Enneagramm

Zu solchen Typologien zählen zum Beispiel DISG, INSIGHTS MDI oder der Myers-Briggs-Typindikator. Wir orientieren uns in unserer Arbeit am Modell des Enneagramms mit seinen neun Mustern. Damit haben wir in unserer Coaching- und Trainings-Praxis sehr gute Erfahrungen gemacht.
Außerdem sind dieses Konzept und viele Erfahrungen, die andere damit gesammelt haben, im Gegensatz zu einigen anderen Ansätzen etwa im Internet frei zugänglich. Darüber hinaus lassen uns diese neun Muster Menschen besser in ihrer ganzen Persönlichkeit erkennen und verstehen – also sowohl beruflich als auch privat und nicht nur im Kontext einer beruflichen Rolle.
Wir haben für die neun Muster des Enneagramms statt der klassischen Nummerierung von 1 bis 9 eigene Bezeichnungen gewählt, weil wir sie anschaulicher finden. Die „Übersetzung“ geht ganz einfach: Typ 1 = Muster Anspruch, Typ 2 = Muster Unterstützung, Typ 3 = Muster Erfolg, Typ 4 = Muster Individualität, Typ 5 = Muster Denken, Typ 6 = Muster Skepsis, Typ 7 = Muster Optionen, Typ 8 = Muster Wirkung und Typ 9 = Muster Gelassenheit.

Der realistische, ressourcenorientierte Blick

Beim Arbeiten mit Typologien geht es nicht darum, sich selbst oder anderen ein Etikett aufzukleben. Vielmehr geht es darum, grundlegenden Mustern wie etwa einem zielgerichteten Erfolgsdrang, einem anspruchsvollen Perfektionismus oder einem skeptischen Zaudern auf den Grund zu gehen. Letztlich geht es um das bessere Verständnis von Persönlichkeitsmustern – dem eigenen wie dem anderer.
So bietet das Enneagramm zum Beispiel eine tragfähige, ressourcenorientierte und dabei realitätsnahe Basis für das Führen von Teams. Im Führungsalltag steht man meist vor der Aufgabe, mit einem bestehenden Team zu arbeiten. Da nützt es nichts, nach der optimalen Formel für die Zusammensetzung eines komplett neu zu bildenden Teams zu schielen.
Nur wer alle Teammitglieder versteht und in ihren Mustern akzeptiert, kann wertschätzend mit diesem Team arbeiten. Genau dabei hilft das Enneagramm. Es lehrt, um es mit Konrad Adenauer zu sagen, „die Menschen zu nehmen, wie sie sind“. Und mehr noch: Der Kanzler wusste auch, dass „es keine anderen gibt.“

Ein Muster und vier Rollen

So schult uns das Enneagramm darin, uns selbst und andere besser zu verstehen. Und es zeigt uns,

  • wie man verstanden wird und andere besser versteht,
  • wie man sich oder andere in einer Situation am besten motiviert – besonders bei großen Herausforderungen,
  • was man tun kann, wenn man selbst oder jemand anderes diesem oder jenem Muster entspricht
    und wie man Synergien in Teams nutzen kann.

Ergänzt haben wir das Konzept des Enneagramms um das Rollen-Trapez. Es erschließt und veranschaulicht einige Facetten (Rollen) des jeweiligen Musters, und es lenkt den Fokus auf die Entwicklungsmöglichkeiten. Denn entscheidend ist immer der richtige Umgang mit den eigenen Stärken. Man muss nicht nur wissen, welche man selbst oder jemand anders hat, sondern auch, wann man sie einsetzen sollte – und wann nicht. Wer zum Beispiel in einer stressigen Situation seinem Perfektionsdrang folgt, statt klare Prioritäten zu setzen, blockiert sich selbst. Dann wird die Stärke zur Karrierefalle.

Unser Metawerkzeug

Wir haben für unsere Arbeit nach einem übergeordneten Prinzip, einem Metawerkzeug gesucht, das uns Orientierung bietet sowohl für konkrete Situationen als auch für die gesamte Lebensführung.
Das Metawerkzeug in unserem Buch sind die Rollen-Trapeze. Sie sind nicht zuletzt inspiriert von den Werte- und Entwicklungsquadraten Paul Helwig und Friedemann Schulz von Thun.
Die Idee dahinter: Jedes Thema (jede Tugend, jeder Faktor, jede Leitlinie, jede menschliche Qualität, jeder Wert, jedes Verhaltensmuster) kann nur dann konstruktiv wirken, wenn es sich in Balance zu einem positiven Gegenwert, zu seinem Pendant befindet. TrapezDiese Aspekte gehören zur Balance-Zone (oben). Hier finden Sie die „Lieblings-Rolle“ und die „Entwicklungs-Rolle“.
Wenn wir uns nicht in der Balance-Zone bewegen, „verkommt“ ein Wert zu seiner entwerteten Übertreibung, also einer Rolle in der Gefahren-Zone (unten). So braucht es zum Beispiel beides, Sparsamkeit und Großzügigkeit, um nicht zum Geizhals oder Verschwender zu werden.

Wie diese Web-App aufgebaut ist

Um Ihr Muster zu erkennen, zu verstehen und für sich zu nutzen, haben Sie ganz verschiedene Möglichkeiten. Auf alle haben Sie direkten Zugriff über die Navigationsschaltflächen unten:
Die Startseite ist Ihre zentrale Anlaufstelle.
Von dort erreichen Sie

  • diese Hintergrund-Rubrik
  • die Rubrik „Muster & Rollen“ mit allen grundlegenden Informationen zu den Mustern
  • die Rubrik „Arbeiten & Führen“ mit Hinweisen zum musterspezifischen Arbeits- und Führungsstil sowie Tipps dazu
  • die „Coaching-Tipps“ helfen, in Balance zu kommen und zu agieren
  • die „Trifft-auf-Szenarien“ für fortgeschrittene Anwender, die lernen möchten, was passiert, wenn Muster aufeinandertreffen.

Sie haben also viele Möglichkeiten, sich Ihrem Muster zu nähern. Ein besonderer Tipp dafür ist auch unser Selbsttest, auch ihn erreichen Sie über die Navigationsschaltfläche unten.

 

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